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Motivation

Ja, was motivierte mich, einige hundert Stunden am PC zu sitzen und diese Seiten zu basteln?
Eigentlich hatte ich vor, nur eine ganz normale Homepage zu gestalten. Allerdings wollte ich keine von diesen Null-acht-fünfzehn-Seiten machen, wie sie so oft im Internet zu finden sind.
Vom Inhalt her habe ich nichts besonderes zu bieten, denn ich habe weder eine Hamsterzucht, noch ein Verein zur Förderung von Ameisen-Melkstationen. Also habe ich mir gedacht, ich stelle mal meine selbstgebauten Möbel aus, präsentiere meine selbstgemalten Bilder, zeige meine Kreationen automobiler Kuriositäten des letzten Jahrtausends und lade zum Lesen meiner kleinen Günni-Geschichten ein usw.
Eine Seite in HTML zu gestalten habe ich mal leidlich gelernt, das ist aber schon so lange her, dass ich dem heutigen Standart nicht mehr gerecht werden kann. Also blieb FLASH eine Möglichkeit, um eine Homepage zu gestalten, die nicht ganz alltäglich ist.
Für den ungeduldigen Besucher, der keine Lust oder Zeit hat, die Dauer der Ladevorgänge der einzelnen Flash-Filme sinvoll oder gelangweilt auszukosten, steht hier auch noch eine Version in HTML zur Verfügung.
Wenn man so lange mit einem Projekt beschäftigt ist, verliert man gänzlich die Fähigkeit, dieses objektiv zu beurteilen. Entweder habe ich also großen Mist verzapft, oder es gefällt der einen oder dem anderen.
Einige Versuche sind ja schon seit ein paar Monaten im Netz, aber so ganz gefallen hat mir das alles nicht. Auch diese Seiten (oder Räume) sind noch nicht zu Ende entwickelt, werden sie wohl auch nie. Daran wird weiter gebastelt, es sei denn, ich verliere irgendwann die Lust, weil es keine Anerkennung oder wenigstens Kritik gibt, damit man weiß ob diese Arbeit überhaupt wahrgenommen wird.
Ich hoffe, Du hast ein wenig Unterhaltung und Spaß in der Halle von guenter-haak.de. Wenn ja, laß es mich wissen und wenn Du Lust hast, teile mir auch mit, was Dir nicht gefallen hat und wie man was besser machen kann. Für ernstgemeinte und konstruktive Vorschläge bin ich dankbar.
Vielleicht gelingt es mir ja auch noch mal, ein Gästebuch selbst zu erstellen und zu programmieren. Bis jetzt habe ich da jedenfalls noch keine Ahnung von.

Also wünsche ich Dir, Euch, Ihnen genauso viel Spaß hier, wie ich bei der Arbeit hatte.
Günter Haak
und Günni

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Aktuell

Baked Potatoes

Vielleicht ist dieses Thema ja nicht ganz so aktuell, aber ich will trotzdem darüber schreiben. Außerdem kann ich ja auch nicht jeden Tag was hier reinschreiben - ist ja schließlich keine Zeitung.
Um es vorweg zu nehmen: Ich habe nichts gegen Menschen anderer Nationalitäten; auch dann nicht, wenn sie sich in Deutschland aufhalten, hier wohnen, hier arbeiten, hier leben, sprechen, singen, tanzen und was weiß ich. Ich habe auch nichts gegen andere Sprachen oder Dialekte. Ich wünsche und gönne jedem Menschen seine Muttersprache. Ich möchte nur meine auch behalten und pflegen dürfen. Ich möchte sie ehren und loben dürfen, denn sie ist eine sch&oum;ne Sprache.

Baked Potatoes

Das muß man sacken lassen. Baked Potatoes.
Wie komm ich darauf?
Hab ich mir gekauft.

Baked Potatoes!
Das sind zwei Kartoffeln - gekocht! - eingeschweißt! - Zwei Platiktüten mit Quark dabei. Von einer Firma aus Essen! Und ich dachte immer, Essen ist in Deutschland. Aber ich dachte ja auch, ich sei in Deutschland.
Ich schau mich um - bin ich auch.
Aber warum steht da denn Baked Potatoes drauf?
Heißen die Dinger nicht schon seit dem 18. Jahrhundert Kartoffel bei uns? Und werden sie seit dem nicht auch manchmal gebacken?
Jetzt nicht mehr, jetzt werden sie baked - aber auf deutsch. Und nicht die Kartoffeln, sondern Potatoes - auch auf deutsch.
Die ganze Betriebsanleitung auf der Packung ist jedenfalls auf deutsch. Warum eigentlich?
Könnte ja auch auf englisch sein. Aber dann weiß ja keiner mehr, was man damit machen soll. Wie man sie anrichtet.
Na gut, Sprachen entwickeln sich. Müssen sie auch. Das war schon immer so. Wenn die Nötigungen es erforderlich machten oder die Erfordernisse es nötig machten.
Im Ernst: Sprache muß sich anpassen an neue Gegebenheiten. Wenn was neues erfunden wird zum Beispiel.
Wenn einer von der Gattung der Homo bekloptus ein neues Wort für ein Überallmithinnehmenkanntelefon erfinden soll, kann er natürlich nicht so lange Wortschöpfungen wie vorgenannte bei seinem kreativen Erfindungsdrang mit einbeziehen. Er will ja auch modern sein. Und was modern ist, muß englisch sein - oder sich zumindest so anhören. Da hat er vielleicht gedacht, in Amerika heißen solche Dinger Handy oder in England. So werden sie da aber nicht genannt. Und warum eigentlich Handy? Weil man sie in der Hand halten kann beim Telefonieren? Das konnte man mit den alten Telefonen auch machen oder haben wir sie damals alle mit der Schubkarre durch die Gegend gefahren? Ich nicht!
Baked Potatoes. Ich kann mich gar nicht beruhigen. Haben wir sonst keine Probleme? Im vorhin beschriebenen Beispiel sehen wir, wie schwierig es ohnehin ist, neue Worte für Dinge zu erfinden, die es früher nicht gab. Neue Worte zu erfinden, ist nicht schwer. Aber solche, die das Ding auch sinnvoll bezeichnen. Genauso gut hätte man das Handy auch "Blabla" nennen können oder "NKG". Wir kürzen doch heute sowieso alles ab, was mehr als neun Buchstaben hat. NKG - siehste, hört sich auch noch gut an. Wichtig jedenfalls.
NKG = Notkommunikationsgerät. Das Wort ist doch viel zu lang. Aber wieso Notkommunikationsgerät? Ich kann damit nicht telefonieren. Zur Not schon. Kommunizieren kann man damit ja auch über weite Strecken - manchmal sogar ohne Funkloch. Da - schon wieder ein neues Wort. Hört sich sogar deutsch an. Funkloch. Noch ein Loch. Als wenn wir nicht schon genug Löcher haben. Löcher in den Straßen, Löcher in den Zähnen, Löcher in den Socken, Haushaltslöcher. Überall Löcher, ganz durchsiebt sind wir schon. Und keiner, der sie stopft.
Neulich saß ich im Zug, also in der Regionalbahn, Nord-Ostsee Bahn oder wie die heißt. Jedenfalls kommt das nicht so oft vor. Nicht, weil ich nicht so gern reise, sondern weil die nicht so oft fahren. Anscheinend reisen die Lokführer nicht so gerne. Streiken nennen die das dann.
Ok, wenn man streiken muß. Die wollen mehr Geld haben; soviel wie die anderen Lokführer, die bei der richtigen Bahn arbeiten. Steht ihnen auch zu. Aber jeder kriegt eben nicht immer, was ihm zusteht. Man stelle sich vor, alle Busfahrer w¨rden streiken, weil sie genauso viel verdienen wollen, wie die Piloten. Der Vergleich hinkt vielleicht ein bißchen, aber nicht viel. Gerade soviel, dass es kaum auffällt. Zugegeben, der Pilot muß ein klein wenig mehr und länger lernen. Aber am Ende machen beide das gleiche. Der Pilot ist bei seiner Arbeit nur weiter oben, und kommt weiter rum. Aber ehrlich, ich will einmal einen Piloten sehen, der nur einen Tag einen Linienbus durch eine Großstadt chauffiert. Wenn er es schafft, ist er abends mit den Nerven am Ende. Da ist nix mit Autopilot. Losfahren, auf den Knopf drücken und zurücklehnen. Nix. Da mußt du den ganzen Tag am Lenkrad kurbeln, wachsam sein und Rücksicht nehmen. Lest dazu auch die Geschichte von Günni´s "Busfahrt".
Mein Vater hat früher Mehlsäcke und Kohlensäcke und was weiß ich für Säcke durch die Gegend gefahren. Irgendwann ging das nicht mehr, wegen dem Rücken. Da wurde er Busfahrer. Jetzt steigen die Säcke von allein ein und aus, hat er dann gesagt.
Hat jemand, der 200 Personen durch die Luft transportiert, mehr Verantwortung, als jemand der 90 Personen durch die Stadt oder über Land in einem Omnibus sicher ans Ziel bringt? Jedenfalls hab ich noch niemanden klatschen hören, wenn der Busfahrer seinen Job gemacht hat.
Als ich im Zug saß, klinkelte mein NKG. Der Kunde, für den ich gerade arbeitete, rief an. Gerade ging es ums Eingemachte, da war ich im Loch - oder er. Das ist oft so. Oder man versteht nur die Hälfte, weil die Sätze oder auch nur einige Worte abgehackt sind. Man kann sich einfach nicht drauf verlassen, dass man sich mit dem NKG verständigen kann.
Na gut, Sicherheit gibt´s auch im Festnetz nicht. Da kann es schon mal passieren, dass der Netzbetreiber oder die Telefongesellschaft einem die Rufnummer ändert. Man braucht sich aber nicht sogleich darüber zu ärgern, weil man von so einem völlig nebensächlichen Vorfall selbstverständlich nicht informiert wird. Wozu auch, man kann ja weiterhin telefonieren. Allerdings muß man schon den Kontakt mit den anderen Menschen selbst herstellen, denn die können einen ja nicht mehr erreichen. "Diese Nummer ist zurzeit nicht vergeben" hört man, wenn man mich dann anrufen will. Die Telefongesellschaft meint allerdings, das sei kein Problem. Schließlich könnten die Leute mich ja auf der anderen Nummer erreichen. Recht haben sie ja. Immerhin könnte ich meinen Freundes- Bekannten- und Kundenkreis ändern. Meine Familie muß dann eben sehen, wie sie lang kommt. Ich würde es fortan nur noch mit Hellsehern zu tun haben. Die würden dann sofort wissen, dass ich eine andere Telefonnummer habe.

Alice aus dem Wunderland der Telekommunikation macht es nichts aus, wenn meine Kunden mich zwecks Auftragsbestätigung oder -erteilung nicht erreichen können.
Irgendwann hab ich das dann aber zufällig bemerkt. Jemand hat mich auf meinem NKG angerufen. Was es aber auch für hartnäckige Kunden gibt. Er dachte ich sei pleite und könnte meine Telefonrechnung nicht mehr bezahlen. Ich versicherte ihm dann allerdings, dass ich sie nicht nur bezahlen, sondern in Zukunft auch mit bloßen Händen zerreißen kann. Jedenfalls war ich so sauer, dass ich auch ganze Telefonbücher hätte mit den bloßen Händen zerreißen können.

Was sollen mich da die englischsprachlichen gebaked deutschen Kartatoes aufregen. Wenn es was neues gibt, muß man dafür auch eine Bezeichnung haben, irgendwie muß man das ja nennen. Wenn es aber Dinge oder Tätigkeiten schon von alters her gibt und sie auch eine deutsche Bezeichnung haben, warum kann man diese dann nicht auch verwenden? Weil es unmodern ist? Um ein Haar wäre Deutsch die Weltsprache geworden. So schlecht kann die Sprache also nicht sein.
Ich schreibe und spreche deutsch, wo es geht. Auch auf diesen Seiten. Wem das nicht hipp (oha, veraltet) oder cool (etwa auch schon veraltet?) genug ist, der kann ja was anderes anklicken. So denn...

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Möbelbau

Hintergrund

Auf den Seiten der Kategorie Möbelbau zeige ich einige der Kiefern- und Fichtenmöbel, die durch meine geistige und Hände Arbeit entstanden sind.
Der sechseckige Tisch ist allerdings aus massivem Mahagoni. Ich sollte deswegen vielleicht ein schlechtes Gewissen haben, hab ich aber nicht. Dazu mehr im Text auf der Tisch-Seite.
Den kleinen Hängeschrank, den Sekretär und die Kommode habe ich in der Garage meiner damaligen Freundin angefertigt. Damit fing die ganze Möbelbauerei auch an.
Andere Möbel sind nach und nach entstanden. Im Jahr 2011 habe ich den kleinen Sekretär, den Eckschrank und den Mahagonitisch angefertigt.
Die ersten Stücke bestehen noch aus Kiefernholz. Damals bekam man noch Kiefernleimholzplatten in jedem Baumarkt zu vernünftigen Preisen. Heute scheint dieses Holz seltener zu sein, jedenfalls ist es schwerer zu bekommen und dann auch relativ teuer. Aus diesem Grund sind die letzten Möbel aus Fichtenholz. Die Maserung ist nicht so lebendig und die Äste sind kleiner, aber die Leimholzplatten sind teilweise sehr günstig.
Meine Schreibtische sind teilweise aus zusammengeleimten Dielenbrettern. Die Vorderkante des einen Schreibtisches besteht aus einer gewöhnlichen Dachlatte (4x6), die ich unter die Platte geleimt habe. Die Vorderseite schön beigehobelt und die obere Vorderkante mit der Fräse rund gearbeitet. Es sieht aus, als wäre die Platte knapp 6 cm dick. Die Platte ist 75 x 180 cm groß. Der andere Schreibtisch ist noch grö&szöig;er.
Die Tische haben in den letzten 18 Jahren ordentliche Gebrauchsspuren erhalten und die Platte des einen ist teilweise aufgerissen, weil das Holz zur Zeit der Herstellung noch zu frisch war. Aber das macht ihn erst interessant, gibt ihm sozusagen Charakter. An einer kunststoffbeschichteten Spanplatte, die lieblos auf verchromte Eisenrohre geschraubt wurde, kann ich nicht kreativ arbeiten.

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Sekretär

Dieses Möbel ist das erste vollständige Möbel aus meiner Hand.
Ein Kiefernmöbel ist wie ein guter Wein, richtig gut wird es erst mit den Jahren. Das Foto links zeigt den Sekretär kurz nach Fertigstellung 1992, die anderen Fotos wurden 2011 aufgenommen.
Das zweitürige Oberteil ist einzeln.
Das "Innenleben" des Schreibschrankes ist reichlich mit Schubladen ausgestattet. Die Frontplatten der vier größeren stehen in der gleichen Neigung wie die Schreibplatte im geschlossenen Zustand. Über diesen größeren Schubladen befinden sich jeweils zwei kleine. Dazwischen beherbergen noch einmal drei kleine Schubfächer Bleistifte, Kugelschreiber, Tintenfaß und Feder. Letzteres brauche ich, um mich ab und zu in der Kunst der Kalligraphie zu üben.
Die Schreibplatte wird im geöffneten Zustand von zwei ausziehbaren Brettern gestützt.
Die massive Holzleiste über der Schreibplatte ist eine ganz gewöhnliche Dachlatte.
Der Schreibschrank wurde mit Bio-Lauge und Bio-Öl behandelt. Natürlich ist kein Kunststoffteil verbaut worden.

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Hängeschrank

Der Hängeschrank, wie ich ihn immer nenne, ist das zweite vollständige Möbel aus meinem Kopf und meiner Hand.
Eine Herausforderung waren die Türen. Eine einfache Platte als Tür war mir nicht genehm und an einen Rahmen mit Sperrholzfüllung, wie ich ihn später meist baute, traute ich mich noch nicht heran.
Als der Schrank, dessen Geburtsstätte die Garage meiner damaligen Freundin war, bis auf die Türen fertig war und auf weitere neuronale Verbindungen in den unglaublichen Weiten meines biologischen Prozessors wartete, wachte ich des Nachts auf als mich jemand liebkoste. Es war die Muse, die mich küßte.
Ein Blatt Papier als Datennträger und ein Zirkel zur Aufzeichnung der Ausgeburt meiner genialen Phantasie reichten mir nebst einer halben Stunde Zeit um das Unikat einer Tür zu entwerfen. Die Figur soll einen Menschen stilisieren, auch wenn ein Kunstbanause sie irrtümlich schon für eine Schildkröte hielt.
Es sollte eigentlich ein Medizinschrank werden, er diente mir aber jahrelang als Heimatstatt für meine spärliche CD-Sammlung.
Das Fach in der Mitte über der Schublade dient hervorragend zur Unterbringung von Staubfängern.
Der Schrank ist komplett aus massivem Kiefernholz gefertigt; selbst die Rückwand ist aus 18 mm starken Kiefernholzplatten.
Es ist nicht ein Gramm Kunststoff an ihm. Das Holz wurde mit einer BIO-Lauge, die auf Basis von karamellisiertem Zucker hergestellt wurde und mit BIO-Öl behandelt. Das und die ca zwanzig Jahre alte Patina macht ihn zu einem wunderschönen Möbel, für das mir schon Unsummen Geldes geboten wurden. Nein, das nicht, denn jeder, der mich kennt, weiß, dass ich es nicht übers Herz bringen würde, dieses weltweit einzigartige Stück aus der Hand zu geben.
Es sei denn...
...für gaaanz viel Geld!

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Kommode

Ein wunderschönes Kiefernmöbel ist diese Kommode.
Die Fotos wurden 2011 aufgenommen.
Dieses Möbel ist das dritte vollständige Möbel aus meiner Hand. Es enstand ebenfalls noch in der Garage meiner damaligen Freundin.
Selbstverständlich laufen die Schubladen nicht in Schienen, denn solche sind meist mit Kunststoffrädchen ausgerüstet. Und Kunststoff hat in meinen Möbeln nichts zu suchen.

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Truhe

Diese schwarze Truhe ist ein massives Kiefernmöbel.
Sie wurde im Auftrag hergestellt und war ein Geburtstagsgeschenk von der Belegschaft eines inzwischen nicht mehr existierenden Cafe´s in Flensburg an ihren Chef. Ursprünglich war sie dem privaten Gebrauch zugedacht. Durch ein Mißveständnis ist sie dann allerdings doppelt so groß ausgefallen wie gedacht.
Aus diesem Grunde präsentierte sie sich einem breiteren Publikum in diesem wunderschön eingerichteten Cafe.
Dazu gibt es auch eine kleine lustige Geschichte. Im zarten Alter von ca zwei Jahren bekam die Truhe Besuch von mir und zwei meiner Kinder. Beiläufig inspizierte ich den Zustand der Truhe und stellte fest, dass einer der vorderen Beschläge auf bis heute ungeklärte Art verschwunden war. Den freundlichen Kellner machte ich darauf aufmerksam, woraufhin er mir mit nicht wenig Stolz erklärte: "Bei einem so alten Stück kann das schon mal vorkommen." Das bestätigte ich und bemerkte, dass so eine Truhe ja auch ohne weiteres gern über hundert Jahre und noch älter werden könnte. Ich fragte ihn, ob er wüßte, wie alt diese Truhe wohl sei. Darüber hätte er keine Kenntnis, aber antik sei sie in jedem Fall. Ob man nun bei einem zwei Jahre alten Möbel bereits von einer Antiquität sprechen könnte zog ich zu seinem Erstaunen in Zweifel.
Selbstverständlich klärte ich ihn dann über die Herkunft des Schrankvorgängers auf.
Eine besondere Herausforderung war der Runddeckel. Für seine Herstellung fertigte ich erst einmal schmale Leisten an, die ich mit einem Elektrohobel möglichst alle im gleichen Winkel beidseitig schräg anhobelte. Um die Leisten dann unter ausreichendem Druck zusammenleimen zu können, mußte ich mir abenteuerliche Hilfskonstruktionen anfertigen. Nachdem diese anspruchsvolle Arbeit abgeschlossen war, ging es ans Hobeln und Schleifen, schließlich sollte es kein eckiger Runddeckel werden.
Nachdem die Themse viel Schmutz in die Nordsee transportiert hatte, war auch diese Tätigkeit abgeschlossen. Am Schluß mußte das gute Stück auf Wunsch des indirekten Auftraggebers noch schwarz gebeizt werden. Zum Auslüften habe ich den schönen Kasten nach draußen auf den Rasen gestellt.

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Schreibtisch

Das einzige Möbel meines Geistes und meiner Hand, von dem mir bekannt ist, dass es nicht mehr existiert.
Ein schönes Stück. Einziger Feind der Harmonie waren die dicken Leisten bestehend aus Dachlatten an den Seiten. Diese waren aber notwendig um die noch zu frischen aneinander geleimten Bretter im Zaum zu halten. Genützt hat es nicht viel.
Nach einer Zwischenlagerung in einem denkbar ungeeigneten Raum verzog sich das ganze Stück derartig, dass ich es auch wegen damaligem Platzmangel nicht retten konnte. Die Türen habe ich noch, sie finden Verwendung an einem meiner Regale.
Vielleicht baue ich das Möbel irgendwann noch einmal aus edlerem Holz.

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Mahagonitisch

Dieser Tisch ist aus massivem Mahogoni gefertigt.
Das Gewicht von 26 kg schränkt die Brechtigung zum Tragen der Bezeichnung Möbel etwas ein.
Normalerweise ist es mit meinem Ökologieverständnis nicht vereinbar, Tropenhölzer zu verarbeiten.
Kurz vor der Jahrtausendwende bin ich durch unübersichtliche Umstände an eine Mahagoniplatte gekommen, die bei einem Baustoffhändler herumlag, der eigentlich gar nicht mit diesen Hölzern handelt. Die Platte war noch im Urzustand wie frisch aus dem Sägewerk. Es befanden sich sogar noch Reste der Baumrinde an ihr.
Genauer gasagt waren es sogar zwei Stücke, das eine etwa 45 bis 50 cm breit, das andere an der breitesten Stelle ungefähr 25 cm breit. Das breite Stück wurde Jahre später eine Arbeitsplatte in meiner Küche, die einseitige Befestigung an einer Wand fand während das schmale Stück jeweils hälftig die tragende Rolle der zwei Beine gespielt haben.
Erst im Jahr 2011, nachdem ich meine Küche arbeitsaufwändig saniert hatte, teilte ich die Platte mittig, schnitt jeweils eine Ecke gro&szllig;zügig im Winkel von 45 Grad ab und leimte beide Platten so zusammen, dass die sechseckige Tischplatte entstand. Die beiden Beine taten es einer Körperzelle gleich und teilten sich - allerding nur mit meiner tatkräftigen Unterstützung - ebenfalls. Diese vier Teile bilden die in der Breite ungleichen Beine.
Die abgeschrägten Seiten der Beine stellen noch die ursprüngliche Form der Baumkante dar.
Der Mahagoni-Baum liefert ein fantastisches Material. Schade, dass es diese und viele andere Gewächse in unabsehbarer Zukunft nicht mehr gibt, weil sie den Flammen der gierigen Geschäftemacher zum Opfer gefallen sind.

Aus den Abschnitten der Platte habe ich unter anderem einen Weinkredenzer herausgearbeitet.
Mehr Bilder der Kredenz findet ihr weiter unten.

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Eckschrank

Ein Eckschrank in der Entstehungsphase. Der Korpus ist fertig. Man kann vielleicht die beengten Räumlichkeiten erahnen.

Der Schrank besteht zu 100 % aus Fichtenholz, denn wie bereits an anderer Stelle erwähnt ist Kiefernleimholz derzeit relativ teuer.
Unten links ist der Schrank noch mit "offenen" Türen zu sehen. Zu dieser Zeit spielte ich noch mit dem Gedanken, ihnen Glas zu verpassen. Letztendlich habe ich mich dann aber aus praktischen Gründen für Kiefer-Sperrholz 4 mm entschieden. Es ist aber immer noch möglich, das Holz durch Glas zu ersetzen.
Das Foto oben rechts zeigt eine Tür in der Klemme. Die Schraubzwingen dienten dazu, den Rahmen während der Trocknung des Leimes fest zusammenzudrücken. Bei der Verleimung von Holz kommt es weniger auf die Menge des Leimes als mehr auf den ausgeübten Druck an. Er bestimmt die spätere Festigkeit der Verbindung. Um eine größere Sicherheit vor Verwerfungen des Holzes zu haben, wurden zusätzlich Holzdübel verwendet.
Oben in der Mitte sieht man die Hilfseinrichtung um den Schrank auf dem Rücken sicher zu liegen zu bekommen. Auf diese Weise konnte ich sehr schön die Türen ausmessen und anpassen.
Man kann auch die Schrauben sehen, welche von unten für die Verbindung der Seitenteile mit der Bodenplatte sorgen. Wegen Ermangelung ausreichend großer Schraubzwingen wurde der Schrank nicht verleimt. Natürlich hätte ich ihn trotzdem zusätzlich verleimen können, habe aber darauf verzichtet, damit man ihn zur Not für eventuelle Transporte leicht zerlegen und wieder aufbauen kann.
Unten rechts sieht man das fertige Möbel. Das Holz ist noch nicht behandelt. Leider habe ich noch keinen Hersteller oder Anbieter von Bio-Lauge, wie ich sie früher verwendet habe, gefunden. Für Hinweise diesbezüglich wäre ich sehr dankbar.

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Ladesekretär

Bei diesem im Jahr 2011 endstandenen Kleinmöbel handelt es sich nicht wirklich um einen Sekretär im herkömmlichen Sinne.
Das kleine Schränkchen ist das Ergebnis einer gewaltigen Denkleistung zur Abschaffung von Chaos.
Vor gar nicht so langer Zeit hing an gleicher Stelle in meinem Wohnzimmer ein kleines Regal zur Heimstatt von ca. sechsmillionen kleiner Ladestationen.
Ne, aber im Ernst: mindestens ein Ladegerät für NKG´s (also Handy´s), ein Ladegerät für den Akku der Kamera, ein Ladegerät für Mignonzellen, Babyzellen und Gehirnzellen, ein Ladegerät für die Taschenlampe, eins für die Zahnbürste, für den Nasenhaarschneider, den Hühneraugenabschaber, den Rasierapparat usw.
Jeder dieser Transformatoren hat einen eigenen Netzstecker - was für ein Kabelwust. Schön ist was anderes. Und das Beste ist: beläßt man den Stecker in der Dose, werden die meisten Dinger warm. Und wo Wärme erzeugt wird, wird Energie gebraucht. Verschwendung, gerade wenn es um Energie geht, ist mir ein Greuel. Es ist ja wohl nicht viel. Aber wenn alle diese Ladegeräte zusammen fürs Nichtstun 5 Watt brauchen, dann sind das ungefähr 10,- Euro im Jahr. Meine neuen Handschuhe haben 10 Euro gekostet. Hätt ich das Schränkchen nicht gebaut, hätt ich keine neuen Handschuhe gehabt.
Jetzt befinden sich alle meine Ladegeräte hinter der kleinen Klappe fern meines Blickes und können mittels eines eingebauten Schalters bei Nichtgebrauch abgeschaltet werden. Unten im Fuß befindet sich eine Mehrfachsteckdose. Die Kabel verbergen sich hinter dem Schrank und nur eines ihrer Artgenossen paart sich mit der Dose in der Wand.
Einfach genial!

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Kredenz

Eine wunderschöne Kredenz.
Ein Schnitzwerk aus massivem Mahagoni.
Die Fotos wurden 2011 aufgenommen.
Um eines der Fotos machen zu können, habe ich mir eine Flasche Wein bei meinem freundlichen Nachbarn geliehen.
Erst danach fiel mir ein, dass ich ja noch zwei Flaschen roten Traubensaft hatte. Eine habe ich dann geöffnet und die köstliche Flüssigkeit in einem Weinglas zwischengelagert.
Die Kredenz besteht aus zwei Teilen.
Das untere habe ich durch Wegnahme einigen Materials in die angedeutete Form einer Flasche gebracht. Der obere Teil mußte sich einige Zeit der Bearbeitung eines Schnitzmessers hingeben. Die Spuren davon sieht man nur noch an der Ausbuchtung für den Flaschenhals.
Mahagoni ist ein festes kaum faserndes Holz, welches sich hervorragend zum Schnitzen eignet. Wer sich berufen fühlt, dem Holz durch diese Kunst alle möglichen Formen zu entlocken, sollte in Tischlereien nach Abfallstücken fragen.

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Galerie

Im Morgangrauen

Tja, da sitzt nur keiner im grauen Morgan.
Dies ist das einzige Bild aus früheren Tagen, entstanden so um 1983, welches mir noch erhalten geblieben ist und sich noch heute den Augen des Betrachters aussetzt.
Es ist mir mit Modellbaufarben nach einer Fotovorlage von der Hand gegangen.

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Tannen am See / Ein Ölgemälde

Dieses Gemälde ist einem Bild aus einem Buch nachempfunden.
Das Foto wurde von Reiner Harscher gemacht und ich habe es in seinem Buch "KANADA Der Westen" gefunden.
Es ist ein sehr gut geschriebenes und durch hervorragende Fotos von Reiner Harscher illustriertes Werk.
Ein Muß für jeden Kanada-Fan und jedem Naturfreund sei es empfohlen.
Ich hoffe, Herr Harscher, Sie haben nichts dagegen, dass ich eines Ihrer Fotos als Vorlage für eines meiner Bilder genommen habe.

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Der Bär / Ein Ölgemälde

Auch dieses Bild ist einer Fotovorlage nachempfunden.
Das Foto wurde von Reiner Harscher gemacht und ich habe es in seinem Buch "KANADA Der Westen" gefunden.
Es ist ein sehr gut geschriebenes und durch hervorragende Fotos von Reiner Harscher illustriertes Werk.
Ein Muß für jeden Kanada-Fan und jedem Naturfreund sei es empfohlen.
Ich hoffe, Herr Harscher, Sie haben nichts dagegen, dass ich eines Ihrer Fotos als Vorlage für eines meiner Bilder genommen habe.

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Der Berg / Ein Ölgemälde

Dieser Berg ist ein reines Phantasieprodukt.
Es könnte eine Insel sein oder ein kleines Gebirge irgendwo an einer Küste,
wer weiß das schon.

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Gebirge mit Wiese und Bäumen
Ein Ölgemälde

Ein Gemälde, welches rein aus meiner Phantasie auf die Leinwand projiziert wurde.

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Leben / Ein Ölgemälde

Dieses Gemälde habe ich im Auftrag gemalt.
Allerdings wollte der Auftraggeber nur ein Bild mit Titten, das war mir zu profan.
Wochenlang hatte ich mir überlegt, was ich aus diesem Auftrag machen sollte - mir fiel aber nichts ein.
Also fing ich eines Tages einfach an. Ich grundierte die Leinwand, mischte Farben und malte einen Himmel.
Titten kann man ja auch draußen finden.
Und plötzlich wußte ich es. Jedenfalls fiel mir eine Frage ein.
Wofür sind Titten, also die weibliche Brust eigentlich mal geschaffen worden oder haben sich entwickelt? Wie auch immer.
Sie produzieren und geben bei Bedarf Milch, das Lebenselexier für Neugeborene.
Im weiblichen Körper kann sich Leben entwickeln - so wie sich im Meer, jedenfalls im Wasser einst das Leben entwickelt hat.
Also ließ ich den weiblichen Körper und das Meer miteinander verschmelzen.
Die Gesetze der Physik spielten keine Rolle, Schwerkraft brauchte nicht beachtet werden.


Der Auftraggeber, ein sehr guter Freund von mir, hat sich im Sommer 2011 leider freiwillig aus dem Leben verabschiedet...

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Der Lebensbaum / Ein Ölgemälde

Den Lebensbaum habe ich für die "Kleine Kneipe" bei uns in Unaften gemalt.
Wenn ich schon ein Bild in die Kneipe hängen wollte,
sollte es eigentlich nach dem Willen der überwiegend männlichen Stammgäste wenigsten eins mit Titten sein.
Der Baum steht für Kraft und wenn man ihn läßt für langes Leben.
Brüste wachsen zwar nicht an Bäumen - schade eigentlich - aber sie spendeten Leben und Energie durch die Milch, die sie gaben.
Huch, hab ich jetzt gerade in der Vergangenheitsform geschrieben?
Aber es kommen in unserer zivilisierten Welt tatsächlich immer weniger Babys in den Genuß von Muttermilch.
Die Babynahrungsindustrie hat mit agressiver Werbung und Panikmache in den letzten Jahren wirklich ganze Arbeit geleistet.
Aber dazu könnt ihr, wenn ihr wollt, im Buch "Frohkost" mehr lesen. Das Buch habe ich 1995 geschrieben, es muß bloß noch überarbeitet und für eine HTML-Version aufbereitet werden.

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Stimmungen in Öl gemalt

Dieses Bild entstand in ungefähr zehn Minuten.
Ich wußte nicht so richtig was mit mir anzufangen, und so stellte ich einfach die Staffelei im Wohnzimmer auf und fing an.
Ich weiß nicht warum, aber ich schmierte einfach so ein bischen mit schwarzer Farbe auf der frisch grundierten Leinwand herum.
Irgendwie entstand dann das Gesicht des Langhaarigen bärtigen unten in der Mitte.
Sein Haupthaar wurde plötzlich zum Kinnbart des nächsten Gesichtes und so tauchten irgendwie die anderen Gesichter auf.
Traurige, wütende, freundliche, geschundene und kaum wahrzunehmende.
Aus einer Laune heraus nannte ich das Bild "Stimmungen".
Ich hätte es auch Gefühle oder Gemütszustände oder was weiß ich nennen können.

Ein Bild, das ich manchmal lange betrachte...

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Urknall

Dieses Bild habe ich aus der Erinnerung gemalt.
Kann aber sein, dass es damals etwas anders ausgesehen hat.
Es ist eben schon so lange her.

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Automobil-Kuriositäten aus dem letzten Jahrtausend


In der zweiten Hälfte der 1970er Jahre und in der ersten Hälfte der 1980er Jahre fielen drei Fahrzeuge meiner ungebremsten Kreativität zum Opfer.


V-Cedes von 1977 Fell-Fiat von 1980 Merciat von 1982

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Günni, ein genialer Dussel


Günni ist eine teilweise erdachte Kunstfigur.
Es handelt sich um einen Dussel, der eigentlich keiner ist. Er ist ein liebenswürdiger Tollpatsch, obwohl auch das nicht wirklich stimmt. Er kommt den meisten Menschen, die das zweifelhafte Vergnügen haben, mit Günni zu tun zu bekommen, wie ein Dussel und manchmal auch wie ein Tollpatsch vor.
Eigentlich ist Günni ein geschickter Handwerker und durchaus intelligent. Außerdem ist er sehr von sich eingenommen; er glaubt zum Beispiel ein Universalgenie zu sein – ist er aber nicht, obwohl nicht weit davon weg.
Günni kommt oft in komische Situationen, ohne meistens direkt etwas dafür zu können.
Günni macht sich die merkwürdigsten Gedanken über die einfachsten Dinge.
In Günni steckt eine Menge von mir und einige Geschichten sind zumindest teilweise autobiographisch. Günni könnte man als eine Art Karikatur meiner Person betrachten. Alles an ihm ist überzogen, übertrieben. Und so sind auch die Geschichten. Sie werden so erzählt, als würde Günni sie selbst schreiben, sich selbst aber in der dritten Person nennen.
Wer Günni sehen möchte, kann dies in "Günni - der Film". Dieser Film sollte eigentlich ein kleiner Begrüßungsfilm werden: Ein Mann kommt ins Bild und pustet ein Schild mit der Aufschrift Moin Moin auf - fertig. Die Arbeit an diesem (eben meinem ersten Zeichentrickfilm mit Flash) hat mir dann aber so viel Spaß gemacht, dass ich einfach immer weiter gemacht habe.
Das Ergebnis kann man hier sehen.


Steuern lernen With Bacon Günni macht sich Gedanken
Eine Busfahrt Günni bei der Arbeit

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Impressum

Alleinverantwortlicher Günter Haak
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